Judo, das bedeutet aber auch, die maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand zu erzielen. Eine gleichzeitige Herausforderung für Geist und Körper. Durch das Wechselspiel zwischen Angriff und Verteidigung trägt Judo dazu bei, dass sich der Judoka zu einem harmonischen Menschen entwickelt. Damit besitzt Judo nicht nur einen hohen erzieherischen Wert, sondern bietet darüber hinaus die besten Voraussetzungen zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.
Viele internationale und nationale Turniere bieten den männlichen und weiblichen Judo Leistungssportlern Gelegenheit zur Bestimmung ihrer Stärke im Wettkampf. Aber auch Freizeitsportlern eröffnet Judo mit einer Vielzahl von Einzel- und Mannschaftswettbewerben ein breites Betätigungsfeld.
Judo ist auch eine Schule für das Leben. Für jung und alt: Schon Kinder im Vorschulalter können durch Judo Bewegung und Spiel lernen, während gleichzeitig ihre Körperhaltung trainiert und der Gesamtorganismus gestärkt wird.
Für Kinder von 4 bis 14 Jahren leistet Judo einen wertvollen pädagogischen Beitrag, der neben Spaß und Freude auch Kooperationsbereitschaft, Verantwortlichkeit und Rücksichtnahme vermittelt.
Im Freizeitverhalten von Jugendlichen spielt der Sport eine große Rolle. Eine Alternative neben Judo als Leistungssport ist dabei die Selbstverteidigung. Der Judosport schafft die notwendigen Freiräume zur eigenen Entfaltung und zeigt den Weg zu Selbstbehauptung und Selbstvertrauen.
Für Erwachsene bietet Judo ein vielseitiges Bewegungsangebot mit viel Kommunikation und Geselligkeit. Damit verbunden ist ein intensives Herz und Kreislauftraining.
Senioren nehmen Judo vor allem als ein Angebot wahr, das die körperliche Bewegungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhält. Die Atem und Konzentrationsübungen sowie Meditation machen Judo zu einer idealen Gesundheitsprävention für ältere Menschen.
Der Japaner Jigoro Kano (1860-1938) hat aus der traditionellen Selbstverteidigungstechnik die moderne Sportart Judo entwickelt. Die Anregung dazu bekam er übrigens von einem Deutschen Professor Erich Bälz , der längere Zeit in Japan tätig war.(Bildquelle: http://www.shindokan-luzern.ch/budo-wissen.html)
(Text-Quelle: http://www.judobund.de/verbandsinfos/was_ist_judo/was_ist_judo)
Judo ist mehr als nur ein Sport! Das Wort Judo bezeichnet den "rechten Weg”. Kano wollte der alten Kunst eine moralische Seite hinzugeben. In seinem Sinne ist Judo eine Übung, die auch den Charakter des Menschen ausbilden soll. Dies alles im Sinne einer - durch strenge Selbstbeherrschung gekennzeichneten Übung - des Gentlemans, der sich durch nichts aus der Fassung bringen oder zu Heftigkeit hinreißen lässt, die Anweisungen seines Lehrers bescheiden und freundlich befolgt und Niederlagen im Wettkampf ebenso ruhig hinnimmt wie den Sieg.
Ähnlich anspruchsvoll ist es auch, Judo zu erlernen. Die weit über 100 zählenden Stand- und Bodentechniken (Würfe, Halte-, Hebel und Würgegriffe) haben jeweils zahlreiche Varianten und bieten ein unerschöpfliches Reservoir des Lehrens und Lernens.
Neben körperlicher Kraft verlangen die Techniken Schnelligkeit und Geschmeidigkeit der Bewegung, den Überraschungsangriff ebenso wie die Abwehrreaktion. Dies alles zu verarbeiten, verlangt auch eine geistige Anstrengung, erzieht also zu einer Form der körperlichen Intelligenz. Judo ist schließlich partnerschaftlich. Nur mit einem Partner kann man üben, kann nur an ihm die eigene Kraft und Geschicklichkeit messen, muss ihn aber auch vor Verletzungen beschützen.
(Heiner Sauer, Ehrenpräsident des NJV)
Wie sehen Kinderärzte den Judosport? Kinderärzte sind der Aufffassung: Judo fördert die motorische Entwicklung und stärkt die Konzentrationsfähigkeit! Durch die heutigen Lebens- und Wohnumstände leiden immer mehr Kinder an Kreislaufstörungen infolge von Konditionsmängeln. Auch sind Koordinationsstörungen, Konzentrationsstörungen, verzögerte motorische Entwicklung oder Hyperaktivitätssymptome häufig. Hinzu kommen Übergewichtigkeit mit allen damit verbundenen Risiken sowie Haltungsschäden. Erschreckend aber wahr: 50% aller Grundschüler sind übergewichtig!
Judo fördert die notwendige motorische Entwicklung durch die vielseitigen Bewegungsabläufe in besonderer Weise bei entsprechendem Konditionstraining. Wussten sie schon, dass 25% aller Grundschüler an Herz- und Kreislaufproblemen leiden?
Was sagen Lehrer über den Judosport? Lehrer beklagen sinkende Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Die im Übungsbereich und zum Aufwärmen eingesetzten Spiele und Turnübungen stärken den Wirbelsäulenbereich und beugen damit Haltungsschäden vor. Das Erlernen der für Würfe, Hebel und Haltegriffe erforderlichen Bewegungsmuster fördert die Konzentrationsfähigkeit und regt zu kreativem Umsetzen des Erlernten an. Der erforderliche Körperkontakt mit dem Partner erzieht darüber hinaus zu gegenseitiger Rücksichtnahme und fördert das Sozialverhalten. Bei zurückhaltenden Kindern wird andererseits aber auch das Selbstbewusstsein über diese Erfahrungen gestärkt. (Dr. med. M. Sander)